MAGAZIN
2024/05

EIKON #126

AI Meets Art

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2025/02

EIKON #128 | FAKE NEWS


Künstler*innen: Cao Fei | Manuel Gorkiewicz | Anna Jermolaewa | Barbara Probst | Lisa Rastl

Autor*innen: Carl Aigner | Alien Productions (Martin Breindl, Norbert Math, Andrea Sodomka) | Thomas Ballhausen | Simon Bowcock | Pia Draskovits | Nela Eggenberger | Christian Höller | Peter Kunitzky | Helena Lang | Fiona Liewehr | Maren Lübbke-Tidow | Merzmensch (Vladimir Alexeev) |Margit Mössmer | Lina Leonore Morawetz | Christina Natlacen | Susanne Neuburger | Margit Neuhold | Chiara Ottavi | Veronika Rudorfer | Rudolf Sagmeister | Roland Schöny | Caroline von Courten | Andrea Winklbauer | Margit Zuckriegl

Sprachen | Deutsch / Englisch
Format | 280 x 210 mm
ISBN | 978-3-904083-19-5
100 Seiten
Preis: € 18,00 (inkl. 10% USt)
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„xxx“
Ralph Gleis | Albertina Wien

INHALT

PORTFOLIO

ANNA JERMOLAEWA | Christian Höller
CAO FEI | Caroline von Courten
LISA RASTL | Susanne Neuburger
MANUEL GORKIEWICZ | Fiona Liewehr
BARBARA PROBST | Maren Lübbke-Tidow

PROJECTS

Markus Krottendorfer | Christina Natlacen

WERKPORTTRAIT

Elfriede Mejchar | Margit Zuckriegl

ARTS AND STUDIES

Mirjam Reiter | Lina Leonore Morawetz

IM FOKUS

AI MEETS ART
Performing Utopia | alien productions
Wünschenswerter Kontrollverlust | Merzmensch

FORUM

Ein Gespräch mit Petra Schaper Rinkel, Rektorin der Angewandten | Carl Aigner, Nela Eggenberger

AUSSTELLUNGEN

Günter Brus | Rudolf Sagmeister
Songs for the Changing Seasons | Roland Schöny
Otto Piene. Wege zum Paradies | Pia Draskovits
Shahryar Nashat. Streams of Spleen | Chiara Ottavi
Francesca Woodman & Julia Margaret Cameron. Portraits to Dream In | Simon Bowcock
Theater für die Kamera. Fotographische Passionen des Hofschauspielers Hugo Thimig | Andrea Winklbauer
Nancy Holt. Circles of Light | Veronika Rudorfer

TERMINE

mit Michelle Cotton

COLLECTOR’S EDITION

Mladen Bizumic: Afterlives

PUBLIKATIONEN / REZENSIONEN

Size Matters: Größe in der Fotografie | Margit Neuhold
Gundula Schulze Eldowy | Peter Kunitzky
Duarte Amaral Netto, João Paulo Serafim, Rodrigo Tavarela Peixoto, Valter Ventura: Pickpocket | Margit Mössmer
Das Künstlerbuch als multimediale Enzyklopädie | Thomas Ballhausen

„XXX.“
Danièle Perrier | AICA

EDITORIAL

Lieber Leserinnen und Leser!

„Jede Zeit braucht ihre Utopie(n). Eine Gesellschaft, die ihre Entwicklung nicht mehr reflektiert, ist unheimlich, eine Monstrosität. Doch utopische Spekulationen erscheinen heute in einem eher fragwürdigen Licht. [ … ] Utopisches Denken gilt als naive, gefährliche Hybris.“ (1) Zaha Hadids und Patrik Schumachers bereits vor über 20 Jahren verfasstes Plädoyer erscheint heute aktueller, ihre Forderung dringlicher denn je: Die Horrorszenarien angesichts von Klimakollaps, Kriegen und Konflikten – begleitet von rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die derzeit (noch?) unreflektiert bleiben (vgl. das Interview mit Petra Schaper Rinkel, S. 64ff.) – sind so präsent, dass der Idee der Utopie etwas Anachronistisches anhaftet.

Auch die Künstler:innengruppe alien productions, die im Zentrum des vorliegenden Heftfokus „AI meets Art“ steht, stellt fest, dass die Zukunft nicht zuletzt „aufgrund der Allgegenwärtigkeit von KI, Big Data und Deep Learning zu einem Ort diffuser Ängste geworden ist“(2).  Die Forderung, die sich für Martin Breindl, Norbert Math und Andrea Sodomka, die hinter dem Kollektiv stehen, ergibt, ist schlicht und einleuchtend: „Was wir brauchen, sind bessere Utopien.“ Durch den Einsatz von genau der Technologie, die, „je nach Sichtweise, menschliche Intelligenz erweitert oder bedroht“, versuchen sie mit Performing Utopia, einer KI-Oper, für die Künstliche Intelligenzen eigens anhand historischer utopischer Texte trainiert wurden und bei deren Aufführung dann menschliche und artifizielle Stimmen interagieren, einen „musikalisch-philosophischen Disput über Möglichkeitswelten“ zu schaffen – ein fantastisches Unterfangen, das hier in einem ausführlichen Essay von Merzmensch (S. 54ff.) geschichtlich verortet wird. Und so ist Performing Utopia tatsächlich zu einem Hybrid aus menschlichen und künstlichen Intelligenzen und Auffassungen geraten – „im Sinne einer posthumanistischen Ökologie, nämlich der Erkenntnis, dass nur intelligente Netzwerke überlebensfähig bleiben, egal ob der Mensch daran beteiligt ist oder nicht“.

Nela Eggenberger für EIKON | Mai 2024

(1) Zaha Hadid, Patrik Schumacher, Latente Utopien. Experimente der Gegenwartsarchitektur, Wien–New York 2002, S. 3.
(2)  Dieses Zitat sowie alle folgenden siehe https://alien.mur.at/performing-utopia/index.html.

ART DIRECTION & DESIGN

Grafikum – Studio für Gestaltung

ÜBERSETZUNG

Vera Coccyx (E/D), G.rard A. Goodrow (D/E), Nelson Wattie (D/E)

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